Leuchtturm-Kitas

Kindertageseinrichtungen, die in hervorragender Weise Bildungsarbeit im Sinne von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung gestalten und sich zu einem Lernort für zukunftsfähiges Denken und Handeln entwickelt haben, erhalten die Auszeichnung als KITA21-Leuchtturm-Kita.

 

Es handelt sich dabei um Einrichtungen, denen es in besonderer Weise gelingt…

  • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung fest in den Kita-Alltag zu integrieren,
  • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung institutionell zu verankern,
  • bei der Bewirtschaftung und Beschaffung Nachhaltigkeitsaspekte umfassend zu berücksichtigen
  • und in ihrem Umfeld gezielt Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu setzen.

Sie wollen wissen, wie das konkret aussieht? Weiter unten finden Sie eine Beschreibung der Kriterien für eine Leuchtturm-Kita. Oder Sie schauen sich die Profile der unten aufgeführten Kitas an und zögern Sie nicht, Kontakt mit den Einrichtungen aufzunehmen, um sich eventuell selbst ein Bild zu machen. Nach Absprache bieten einige Einrichtungen Hospitationstage für pädagogische Fachkräfte an oder geben gern am Telefon Hinweise zur Gestaltung einer Kita als Lernort nachhaltiger Entwicklung. 


Kita Elbbande

Ausgezeichnet 2016

Am Burggraben 1, 25348 Glücksstadt, 04124 1455
Webseite

Kita Deichbande

Ausgezeichnet 2015

Am Burggraben 1, 25348 Glücksstadt, 04124 1455
Webseite

Kita Schatzkinder

Ausgezeichnet 2016, 2017

Rehrstieg 63, 21147 Hamburg, 040 18075866

Webseite

DRK Kita Hetlingen

Ausgezeichnet 2016

Hauptstraße 65, 25491 Hetlingen, 04103 85406

Webseite

Kinderladen Maimouna

Ausgezeichnet 2015, 2018

Holstenstraße 20, 22767 Hamburg, 040 388783
Webseite


Detaillierte Portraits der einzelnen Leuchtturm-Kitas finden Sie hier in Kürze.


Was bedeutet es…

 

… Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, fest in den Kita-Alltag zu integrieren und die Kita somit zu einem Lernort für zukunftsfähiges Denken und Handeln zu entwickeln?

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist in diesen Einrichtungen kein Projektthema und auch kein Thema neben vielen anderen. Vielmehr durchzieht BNE den pädagogischen Alltag und bildet den Rahmen für die Gestaltung der Kita als Lernort. Das bedeutet, das bei allem Handeln in der Kita berücksichtigt wird, welche Zusammenhänge zu einer zukunftsfähige Entwicklung bestehen. Sei es bei der Ernährung, der Verwendung von Materialien, der Anschaffung neuer Produkte, bei Ausflügen, dem Angebot von Spielmaterialien und natürlich auch bei der Gestaltung der Bildungsarbeit und der gezielten Einrichtung dauerhafter Bildungsanlässe. Damit einher geht auch, dass eine solche Art der Ausrichtung der Kita nicht personell oder zeitlich begrenzt sein kann. Vielmehr ist das ganze Team einbezogen und trägt dazu bei, dass die Kinder Raum und Möglichkeiten zur Auseinandersettzung mit zukunftsbedeutsamen Themen erhalten, an der Gestaltung der Kita als Lernort teilhaben und erleben, dass sie mit ihrem Handeln etwas bewirken können.

 

… BNE institutionell zu verankern?

Damit alle Beteiligten an einem Strang ziehen, ist es notwendig, sich regelmäßig über das Handeln auszutauschen, gemeinsam Ziele  und nächste Schritte zu vereinbaren und sich immer wieder kritisch damit auseinanderzusetzen, ob die Ziele auch erreicht werden. Eine Leuchtturm-Kita hat BNE als Grundhaltung für die Gestaltung des Lebens in der Kita in dem leitbild und / oder der Konzeption verankert. Die Mitarbeitenden verfügen über ausreichende Qualifikationen zur Gestaltung von BNE und haben die Möglichkeit hierzu weiter zu bilden. Zudem ist BNE regelmäßiger Tagesordnungspunkt in Teamsitzungen und Mitarbeiterbesprechungen.

 

… bei der Bewirtschaftung und Beschaffung Nachhaltigkeitsaspekte umfassend zu berücksichtigen?

Eine Kita ist immer auch ein Konsumort. Produkte werden gekauft, genutzt und wieder entsorgt. Hierzu zählen neben Lebensmitteln, Bastelmaterialien und Spielzeug auch Büromaterialien, Hygiene- und Reinigungsartikel, die Ausstattung, Möbel und vieles mehr. Auch der Bezug der Energie für Beleuchtung und Heizung spielt hierbei eine Rolle. Eine Leuchtturm-Kita geht umfassende Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Beschaffungspraxis. Das kann bedeuten, mehr regionale und saisonale Lebensmittel in Bio-Qualität einzukaufen, weniger Fleisch und Fisch zu essen, Recycling-Papier zu kaufen, Spielzeug nach seiner Herkunft gezielt auszuwählen, einen Öko-Strom-Anbieter zu suchen, umweltfreundliche Reinigungsmittel zu nutzen und vieles mehr. In diesem Zusammenhang ist vor allem eins wichtig, nicht alles muss neu gekauft werden. Was können wir reparieren? Gibt es das auch gebraucht? Brauchen wir das wirklich? All das sind Fragen, die vor jeder Neuanschaffung geklärt werden sollten.

 

… Impulse für eine nachhaltige Entwicklung im Umfeld zu setzen?

Leuchtturm-Kitas setzen sich häufig schon seit vielen Jahren mit Fragen einer nachhaltigen Entwicklung auseinander. Durch diese intensive Beschäftigung können sie auch Impulsgeber und Inspiration für andere werden. Das kann zum Beispiel auf Ebene des Kita-Trägers geschehen, indem sie dort Prozesse in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung anzustoßen, oder aber auch als Partner für andere Kitas, deren Entwicklung zu einem Lernort für zukunftsfähiges Denken und Handelns sie begleiten. Leuchtturm-Kitas verstehen sich auch als Teil des Gemeinwesens und arbeiten gezielt auch mit Akteuren und Organisationen aus dem Umfeld zusammen. Das können Umwelt-Initiativen oder Bildungsakteure im Stadtteil ebenso sein, wie z.B. ein Bäcker, ein Imker, ein Bauernhof oder das nahegelegene Seniorenheim.


Sie möchten noch mehr über das Bewerbungs- und Auszeichnungsverfahren rund um KITA21 erfahren? Hier finden Sie alle relevanten Informationen.