KITA21
 
HIER ANMELDEN
Aktuell
 
SOF - SAVE OUR FUTURE
Eine Initiative der

S.O.F.
Save Our Future - Umweltstiftung
NUN-BfnE-Zertifizierung

…in Kooperation mit:

Leuphana.de
Reinhard Frank-Stiftung
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Nordernährung

Interview mit Julia Westlake

DieTV-Moderatorin, Journalistin und Politologin Julia Westlake äußert sich im KITA21-Interview, warum sie hinter KITA21 steht und gibt Auskunft über ihren eigenen ökologischen Fußabdruck.

Frau Westlake, Sie sind eine leidenschaftliche Globetrotterin und haben viel von der Welt gesehen: Warum sollten sich die Menschen Ihrer Meinung nach für Ressourcenschutz und soziale Gerechtigkeit einsetzen?

Weil es keine wichtigeren Themen gibt! Wir müssen besser mit unseren Ressourcen umgehen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen, um ohne Angst in die Zukunft zu schauen! Wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder in einer Welt mit Kriegen und Umweltkatastrophen leben, dann müssen wir jetzt etwas tun. Morgen ist es zu spät. Der Luxus, den wir hier genießen, vergrößert das Elend in der Dritten Welt – bei meinen Reisen habe ich sehen und erleben können, was unsere Lebensweise anrichtet und wie wichtig es ist, dafür zu kämpfen, dass überall menschenwürdig gelebt und gearbeitet werden kann.

 

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass Kinder in der Kita die Möglichkeit bekommen, Themen wie Wasser, Ernährung und Energie zu erforschen?

Man kann doch nicht früh genug damit anfangen, Kindern ein Bewusstsein dafür zu geben, wie wertvoll unsere Ressourcen sind! Dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass das Wasser aus dem Hahn kommt und der Strom aus der Steckdose. Nachhaltiges Denken von Anfang an!

 

Durch Aktionen und Projekte im Rahmen von „KITA21“ erfahren die Kinder, wie einfach es ist, Umwelt und Ressourcen im Alltag zu schützen. Was finden Sie an KITA21 besonders gut? Und warum?

Ich finde es wunderbar, diese Projekte in der Kita anzusiedeln. Hier lernen die Kinder, hier gucken sie sich Handlungsweisen ab, hier gibt es die ersten Vorbilder außerhalb des Elternhauses. Ich finde besonders gut, dass so schon spielerisch Schwerpunkte gesetzt werden, die vielleicht so manches Elternhaus nicht bieten kann – ein wirklich sinnvolles Angebot. Auch die Idee, die Eltern einzubinden und stadtteilbezogen zu arbeiten, gemeinsam mit externen Bildungspartnern, finde ich sehr gut, weil so eine ganz andere Identifikation mit der eigenen, nahen Umwelt möglich ist. Kinder lernen, wie wichtig ihr Handeln ist – aber vor allem auch, wie wichtig sie sind: Unsere Zukunft!

 

Sie sagten einmal, als Bundeskanzlerin würden Sie die Atomkraftwerke abschaffen. Was tun Sie „im Kleinen“ für eine nachhaltige Entwicklung?

Das, was im Alltag möglich ist: wir beziehen Ökostrom, trennen Müll, essen viel Bio, kaufen bei regionalen Produzenten, versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

 

Was meinen Sie, müssen wir in Deutschland mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder verändern?

Ich würde mir ein Bildungssystem wünschen, das Chancengleichheit fördert und nicht so viel Druck auf die Kinder ausübt. Ich wünsche mir eine familienfreundlichere Politik, die Frauen mehr Sicherheit gibt, Kinder und Beruf unter einen Hut zu kriegen – als Anreiz dafür, mehr Kinder in die Welt zu setzen. Damit unsere Kinder nicht irgendwann in einer völlig überalterten Gesellschaft leben. Wir müssen nachhaltiger leben, im Kleinen wie im Großen. Ich wünsche mir eine Politik, die Umweltinteressen genauso wichtig nimmt wie Wirtschaftsinteressen.

 

Frau Westlake, herzlichen Dank für das Interview!

Welches Anliegen die Initiative KITA21 verfolgt, wie sie in den Kitas wirkt und wer daran beteiligt ist veranschaulicht das KITA21-Filmportrait.
Film angucken ...

Die Fortbildungen beschäftigen sich mit  den Grundlagen von BNE und liefern hilfreiche Anregungen und Ideen für die Gestaltung der Kita als Lernort nachhaltiger Entwicklung.
Zu den Fortbildungen ...

Teilnahmebedingungen

KITA21 kostet nichts und bietet eine Menge Unterstützung. Erfahren Sie, welche Verpflichtungen den teilnehmenden Kitas daraus entstehen.
Weiter ...